Wie oft sollte Vitamin B12 gespritzt werden?

Bei einem ausgeprägten Vitamin-B12-Mangel ist die Spritze oft die effektivste Art, den Körper schnell wieder aufzufüllen. Denn über die Nahrung oder Tabletten gelangt das Vitamin nicht immer ausreichend ins Blut – besonders wenn die Aufnahme im Darm gestört ist. Dann wird B12 direkt per Injektion verabreicht, damit es unverzüglich in den Blutkreislauf übergehen kann.

Am Anfang täglich, dann wöchentlich

Bei einem schweren Mangel beginnt die Therapie meist mit einer intensiven Phase: Über sieben Tage hinweg wird täglich eine Spritze mit 1.000 Mikrogramm Vitamin B12 verabreicht. Das sorgt dafür, dass der Körper den gesunkenen Spiegel rasch ausgleicht. Danach folgt eine Erhaltungsbehandlung – in der Regel reicht dann eine Injektion à 1.000 Mikrogramm pro Woche über mehrere Wochen aus.

Wie lange die Therapie letztendlich dauert, hängt vom individuellen Befund ab. Bei chronischem Mangel, wie er beispielsweise bei einer Autoimmunerkrankung des Magens (perniziöse Anämie) vorkommt, kann es nötig sein, lebenslang einmal monatlich eine B12-Spritze zu erhalten. Die genaue Dosierung und Häufigkeit sollte immer mit dem Arzt abgestimmt werden.

Wichtig: Obwohl Vitamin B12 gut verträglich ist, sollte die Anwendung dennoch gezielt und nicht willkürlich erfolgen. Wer unsicher ist, sollte sich beraten lassen – denn eine ausgewogene Therapie sorgt für mehr Energie, stabilere Nerven und bessere Blutwerte.

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