Wie oft gehen Männer wirklich zum Arzt?
Es ist ein altbekanntes Klischee: Männer gehen erst zum Arzt, wenn der Kopf unter dem Arm liegt. Doch stimmt das überhaupt noch? Ein Blick auf die Daten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zeigt ein interessantes Bild der Realität. Im Durchschnitt suchen Männer in Deutschland etwa sechsmal pro Jahr eine ambulante Arztpraxis auf.
Im direkten Vergleich haben die Frauen allerdings weiterhin die Nase vorn. Sie nehmen die ärztliche Versorgung deutlich häufiger in Anspruch und kommen auf durchschnittlich zehn Arztbesuche im Jahr. Dieser Unterschied liegt unter anderem daran, dass Frauen oft schon in jungen Jahren durch Vorsorgeuntersuchungen, wie etwa beim Gynäkologen, einen regelmäßigeren Bezug zum Gesundheitssystem aufbauen.
Trotz des Unterschieds gibt es für die Männerwelt eine positive Nachricht: Die Zahlen zeigen einen klaren Aufwärtstrend. Männer gehen mittlerweile so häufig zum Arzt wie seit Jahren nicht mehr. Das Bewusstsein für die eigene Gesundheit und die Wichtigkeit von Früherkennung wächst also auch beim vermeintlich "starken Geschlecht". Vorsorge ist schließlich keine Frage des Geschlechts, sondern der Vernunft.
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