Warum Fehler manchmal nötig sind

Wir alle machen Fehler – und das viel öfter, als viele denken. Laut einer Schätzung begehen Menschen im Arbeitsalltag alle zwei bis fünf Fehler pro Stunde. Klingt viel? Ist es vielleicht auch – doch was zählt, ist nicht die Zahl, sondern wie damit umgegangen wird.

Gerade in deutschen Unternehmen herrscht oft noch eine Kultur des Schweigens, wenn etwas schiefgelaufen ist. Fehler werden versteckt, vertuscht, als Zeichen von Schwäche gesehen. Doch das ist ein Trugschluss. Wer sich traut, einen Fehler einzugestehen, zeigt oft mehr Stärke, als wer perfekt zu sein vorgibt.

In vielen innovativen Branchen gilt: Ohne Fehler kein Fortschritt. Wer nichts ausprobiert, kann auch nichts verändern. Manchmal muss man eben eine Blöße geben, um weiterzukommen. Das setzt eine offene Gesprächskultur voraus – eine, in der niemand Angst haben muss, wegen eines Fehlers abgestraft zu werden.

Genau das forderte auch ein Artikel im Hamburger Abendblatt vom 26. September 2009: Bloß nicht schweigen. Denn wer schweigt, bremst sich selbst aus – und oft auch das ganze Team. Offenheit schafft Vertrauen, und Vertrauen schafft Raum für Kreativität und echte Verbesserungen.

Statt Fehler zu fürchten, sollten Unternehmen sie als Chance sehen. Denn hinter jedem kleinen Fehlgriff kann die nächste gute Idee stecken – wenn man nur darüber spricht.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen