Wie bedanken sich die Wiener wirklich?
Wer durch die Straßen von Wien spaziert, merkt schnell: Die Wiener Sprache hat ihren ganz eigenen Charme. Wenn es darum geht, Danke zu sagen oder eine höfliche Geste auszudrücken, greift man in der österreichischen Hauptstadt gerne auf Traditionen zurück. Ein klassischer Ausdruck, der tief in der Wiener Kultur verwurzelt ist, heißt „Küss die Hand“. Früher war dies eine respektvolle Begrüßung und Ehrerbietung gegenüber einer Dame, heute hört man die Wendung noch oft mit einem Augenzwinkern im Kaffeehaus oder beim Bäcker um die Ecke.
Besonders im Wiener Gastgewerbe und im Handel begegnet man einer weiteren typischen Höflichkeitsfloskel: „Beehren Sie uns wieder!“ Das ist die Wiener Art, sich herzlich für den Besuch zu bedanken und dem Gast zu verstehen zu geben, dass er jederzeit wieder willkommen ist. Es klingt eleganter als ein einfaches Auf Wiedersehen und verleiht dem Alltag ein Stückchen altehrwürdigen Flair.
Neben diesen Höflichkeitsformen hat der Wiener Dialekt natürlich auch eigene Begriffe für die Menschen um sich herum. Ein kleines Mädchen wird liebevoll als „Mentscherl“ bezeichnet, während ein aufgewecktes Kind oft als „Lausbub“ oder „Spitzbub“ bekannt ist. Der Wiener Dialekt zeigt sich somit nicht nur in der Höflichkeit, sondern vor allem im herzlichen Miteinander.
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