Wie sagt man in der Schweiz „Oma“?
In der Schweiz hört man für „Oma“ vor allem die Begriffe Grosmama, Grosmueter, Grosmami oder liebevoll Grosi. Diese Wörter gehören zum Schweizerdeutschen und werden je nach Region etwas anders verwendet. In ländlichen Gegenden ist „Grosmama“ besonders verbreitet, während „Grosi“ in der Familie oder im Alltag zwischen Kindern und Enkeln oft die liebenswürdigere, vertraute Form ist.
Interessant ist, wie sehr die Dialekte in Deutschschweizer Regionen variieren. Während im Schwäbischen „Oma“ oder „Ahna“ gesagt wird und im Kölschen „Omma“ üblich ist, setzt sich in der Schweiz der Begriff mit „Gros-“ durch – eine Besonderheit, die auch die Nähe zur französischen und italienischen Sprache widerspiegeln könnte, wo ähnliche Laute vorkommen.
Übrigens: Im Erzgebirgischen in Sachsen sagt man „Oom“, ein altertümlicher, aber noch lebendiger Ausdruck, der an die sächsische Mundart erinnert. Doch zurück in die Schweiz: Die Vielfalt der Kosewörter zeigt, wie wichtig die Großmutter im familiären Alltag ist – ob als Grosi, die leckere Zopf backt, oder als Grosmueter, die Geschichten aus alten Zeiten erzählt.
Die Schweizer lieben ihre Dialekte – und damit auch ihre ganz eigenen Wörter für die liebste Bezugsperson nach den Eltern. „Grosi“ klingt dabei nicht nur weich und freundlich, sondern trägt auch eine große Portion Zuneigung in sich.
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