Wie schnell ist eine russische Atombombe?
Die Frage, wie schnell eine Atombombe fliegen kann, klingt zunächst seltsam – schließlich ist eine Atombombe keine lebende Kreatur, die rennt oder fliegt. Doch gemeint ist natürlich die Trägerrakete, die den Atomkopf ins Ziel bringt. Und hier zeigt Russland, was heutige Technik möglich macht.
Ein besonders gefährliches Beispiel ist die Avangard, eine russische Hyperschallwaffe, die bereits seit einigen Jahren im Einsatz ist. Diese Rakete kann Geschwindigkeiten von bis zu 34.000 km/h erreichen – das sind rund Mach 27, also 27 Mal die Schallgeschwindigkeit. In weniger als einer Stunde könnte sie so quer über den Globus fliegen.
Was die Avangard besonders tückisch macht, ist nicht nur ihre Geschwindigkeit, sondern auch ihre Manövrierfähigkeit. Im Gegensatz zu herkömmlichen ballistischen Raketen fliegt sie nicht auf einer festen Bahn, sondern kann im Flug ihre Route anpassen. Das macht es extrem schwer, sie abzufangen.
Laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI verfügte Russland bereits 2021 über sechs dieser Avangard-Systeme. Seitdem hat es keine klaren Hinweise auf einen massiven Ausbau gegeben, aber die bloße Existenz solcher Waffen verändert die globale Sicherheitslage.
Während Atomwaffen seit Jahrzehnten die Grundlage der nuklearen Abschreckung bilden, sorgen neue Technologien wie die Avangard für neue Risiken. Höhere Geschwindigkeit, weniger Reaktionszeit – das erhöht den Druck in Krisensituationen. Und das bei einer Waffe, deren Zerstörungskraft ohnehin kaum vorstellbar ist.
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