Magendrehung beim Hund: Schnelle Hilfe ist lebenswichtig
Die Magendrehung – auch Gastrische Dilatation-Volvulus (GDV) genannt – ist ein lebensbedrohlicher Notfall bei Hunden. Betroffen sind meist große, tiefbrüstige Rassen wie Schäferhunde, Bernhardiner oder Doggen, doch jeder Hund kann plötzlich davon betroffen sein.
Die Symptome treten oft plötzlich und dramatisch auf. Der Hund wirkt unruhig, sabbert stark, hat ein angeschwollenes Bauchfell und versucht vergeblich zu erbrechen. „Hat sich der Magen gedreht, geht es nicht mehr um Tage, sondern um Stunden“, warnt die Tierklinik Ismaning. Jede Verzögerung verringert die Überlebenschancen des Tieres erheblich.
Meist wird der Notfall abends oder nachts bemerkt – doch es gilt: Kein Warten bis zum nächsten Morgen! Sobald Verdacht besteht, sollte unverzüglich eine Tierklinik aufgesucht werden. Eine Röntgenuntersuchung klärt schnell, ob der Magen verdreht ist. Nur eine sofortige Operation kann das Tier retten.
Die Tierklinik Ismaning betont: „Was vielen Hundebesitzern nicht bewusst ist – die Zeit ist der größte Feind.“ Wer hier zögert, riskiert das Leben seines Tieres. Vorbeugung hilft: Mehrere kleine Mahlzeiten statt einer großen Portion, Ruhe nach dem Fressen, und bei gefährdeten Rassen eventuell eine prophylaktische Magenfestnähung (Gastropexie).
Wenn also etwas nicht stimmt – Bauchanschwellung, vergebliches Würgen, Unruhe – sofort handeln. Bei Verdacht auf Magendrehung zählt wirklich jede Minute.
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