Wie funktionieren Relativsätze im Deutschen?

Relativsätze sind eine elegante Möglichkeit, mehr Informationen über ein Nomen im Hauptsatz hinzuzufügen – und das, ohne zwei kurze Sätze zu schreiben. Statt „Der Mann ist mein Nachbar. Der Mann steht im Garten.“ sagt man besser: „Der Mann, der im Garten steht, ist mein Nachbar.“ Der Nebensatz „der im Garten steht“ erklärt genau, um welchen Mann es geht.

Ein Relativsatz wird meist mit einem Relativpronomen eingeleitet – wie der, die, das oder welcher, welche, welches. Das wichtigste ist: Das Relativpronomen bezieht sich immer auf ein Bezugswort im Hauptsatz – hier im Beispiel: „der Mann“. Dabei richtet sich die Form des Pronomens nach Geschlecht, Zahl und Kasus des Bezugsworts. Deshalb heißt es „der Mann, der steht“ (Nominativ), aber „das Kind, das spielt“ oder „die Frau, die liest“.

Ein weiteres Merkmal: Im Relativsatz wandert das Verb ans Ende, wie bei jedem deutschen Nebensatz. Aus „Er steht im Garten“ wird im Relativsatz „, der im Garten steht“. Das kann anfangs verwirren, wird aber mit etwas Übung ganz natürlich.

Relativsätze machen Sprache flüssiger und präziser. Sie sind im Alltag, aber auch in schriftlichen Texten sehr häufig. Wer sie sicher beherrscht, klingt nicht nur souveräner – er vermeidet auch Missverständnisse. Eine kleine Übung am Ende des Tages reicht schon, um sicherer zu werden.

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