Welcher Wärmedämmputz ist am effektivsten?

Bei der Dämmung von Gebäuden spielt der Dämmputz eine wichtige Rolle – besonders bei Sanierungen, wo eine äußere Dämmung gewünscht ist, aber dicke Dämmplatten nicht infrage kommen. Doch wie stark ist Wärmedämmputz wirklich, und welcher Typ überzeugt am meisten?

Die Effektivität eines Dämmputzes hängt vor allem von seiner Wärmeleitfähigkeit ab: Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmwirkung. Mineralische Dämmputze sind günstig und diffusionsoffen, haben aber mit 0,06 bis 0,1 W/(mK) eine eher schwache Dämmleistung – dafür sind sie hochgradig feuerfest und langlebig.

Deutlich effizienter ist der EPS-Dämmputz (aus expandiertem Polystyrol). Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,035 bis 0,045 W/(mK) bietet er ein gutes Verhältnis von Dicke und Wirkung. Bei einer Auftragsstärke von 2 bis 6 cm erreicht er solide Dämmwerte, ist aber empfindlich gegen mechanische Belastung und UV-Licht.

Die Innovation im Markt ist der Aerogel-Dämmputz. Mit nur 0,028 bis 0,03 W/(mK) ist er der stärkste unter den Dämmputzen – selbst bei geringer Dicke. Er eignet sich hervorragend für historische Fassaden, wo Platz sparen entscheidend ist. Der Nachteil: der höhere Preis.

Ob Dämmputz sinnvoll ist, hängt vom Projekt ab. Bei sehr alten Gebäuden mit wenig Platz kann ein Aerogel-Putz die beste Lösung sein. Für Standard-Sanierungen ist EPS hingegen oft die wirtschaftlichste Wahl. Wichtig ist, die gesamte Konstruktion – einschließlich Armierung und Oberputz – fachgerecht auszuführen.

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