Wie wird Zöliakie richtig diagnostiziert?
Wenn du unter wiederkehrenden Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit oder unerklärlichem Gewichtsverlust leidest, könnte eine Zöliakie die Ursache sein. Diese Autoimmunerkrankung wird durch Gluten ausgelöst – einem Klebereiweiß in Weizen, Roggen und Gerste. Doch wie findest du sicher heraus, ob du betroffen bist?
Der erste Schritt ist ein Bluttest, der in der Regel bei deinem Hausarzt durchgeführt wird. Dabei wird auf bestimmte Auto-Antikörper im Blut geachtet, vor allem auf tTG-IgA – also Antikörper gegen Gewebstransglutaminase 2. Ein weiterer wichtiger Marker ist EMA (Endomysium-Antikörper) vom Typ IgA. Sind diese Werte erhöht, spricht das stark für Zöliakie.
Wichtig: Um ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten, musst du vor dem Test noch glutenhaltig essen. Nur so produziert dein Körper die Antikörper, die im Test nachgewiesen werden. Eine Diagnose ohne vorherige Blutuntersuchung ist nicht zuverlässig – Selbsttests reichen nicht aus.
Ein besonderer Fall betrifft Menschen mit einem IgA-Mangel. Bei ihnen können die üblichen IgA-Tests negativ ausfallen, obwohl sie Zöliakie haben. In solchen Fällen wird auf IgG-Antikörper getestet, um die Erkrankung nicht zu übersehen. Letztlich sichert oft eine Darmspiegelung mit Gewebeprobe die Diagnose, besonders bei unsicheren Fällen.
Wenn du Verdacht auf Zöliakie hast, sprich frühzeitig mit einem Arzt. Eine klare Diagnose ist der erste Schritt zu einer beschwerdefreien Lebensqualität – mit einer konsequenten glutenfreien Ernährung.
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