Wie sich Babys mit ADHS-Neigung zeigen können
Es ist wichtig zu wissen, dass eine ADHS-Diagnose im Säuglingsalter noch nicht gestellt wird. Doch manche Verhaltensweisen deuten möglicherweise auf eine spätere Veranlagung hin. Babys, die besonders viel schreien, sich schwer beruhigen lassen und einen hohen Anforderungsbedarf an ihre Eltern stellen, fallen oft auf. Sie wirken unruhig, schlafen schlecht oder sind empfindlich gegenüber Reizen wie laute Geräusche oder grelles Licht.
Eltern neigen dann oft dazu, das Baby ständig zu tragen, hin und her zu wiegen oder mit Spielzeug abzulenken – aus Verzweiflung, Ruhe herzustellen. Doch gerade diese ständige Reizüberflutung kann das Kind noch unruhiger machen. Statt zur Entspannung beizutragen, führt die ständige Bewegung und Ablenkung oft zu Übermüdung und gesteigertem Schreien. Das Kind kommt nicht zur Ruhe, weil es überreizt ist.
Wichtig ist: Auch bei einem besonders anspruchsvollen Baby sollten Eltern versuchen, ruhig und positiv zu bleiben.Denn das Kind braucht gerade in solchen Momenten verlässliche, beruhigende Bezugspersonen. Regelmäßige Rituale, eine ruhige Umgebung und klare Strukturen helfen Babys, sich sicherer zu fühlen – unabhängig davon, ob sie später eine Aufmerksamkeitsstörung entwickeln oder nicht. Neue Forschungsergebnisse deuten zwar darauf hin, dass Kinder mit ADHS oft als „schwierige Babys“ auffielen – doch das ist kein sicheres Vorzeichen. Wichtig bleibt: frühzeitige Unterstützung und ein einfühlsames Elternverhalten können viel bewirken.
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