Wie viel Bargeld darf man aus der Türkei mitnehmen?

Wenn Sie aus der Türkei nach Deutschland reisen, ist es wichtig zu wissen, dass die Türkei kein Mitglied der Europäischen Union ist. Dennoch gelten strenge Vorschriften beim Grenzübertritt mit Bargeld. Wer Bargeld oder gleichwertige Zahlungsmittel im Wert von 10.000 Euro oder mehr führt, muss dies bei der Einreise nach Deutschland zwingend angeben – falls danach gefragt wird.

Das gilt unabhängig davon, woher Sie kommen. Auch aus der Türkei mitzuführendes Bargeld unterliegt dieser Meldepflicht, sobald der Betrag die 10.000-Euro-Grenze erreicht oder übersteigt. Die Regelung dient dem Kampf gegen Geldwäsche und Schwarzgeld. Wer schweigt, riskiert, dass das Geld einge-zogen wird – und das ohne große Diskussion.

Die Meldepflicht betrifft nicht nur Euros, sondern alle Währungen. Ob in Dollar, Lira oder einer anderen Währung: Der Gegenwert in Euro zählt. Reisen Sie mit Bargeld nahe oder über dieser Grenze, ist es klug, eine schriftliche Erklärung parat zu haben. Manchmal reicht eine einfache Angabe im Pass oder ein Formular beim Zoll.

Wichtig: Auch Reiseschecks, Goldbarren oder andere tauschbare Werte können als gleichgestellte Zahlungsmittel gelten. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie am besten vor der Abreise bei der deutschen Botschaft oder einem Konsulat in der Türkei nach. Die Website des Auswärtigen Amtes bietet ebenfalls aktuelle Hinweise für Reisende.

Ein paar zusätzliche Minuten Aufwand beim Zoll können viel Ärger verhindern. Also: lieber einmal zu viel fragen als einmal zu wenig.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen