Ausführliche Artikel Wie viel Bargeld darf ich in Deutschland besitzen? Die nackte Wahrheit über Grenzen, Gesetze und das Kopfkissen-Depot

Wie viel Bargeld darf man in Deutschland besitzen?

In Deutschland gibt es kein gesetzliches Limit dafür, wie viel Bargeld Sie zu Hause aufbewahren oder mit sich führen dürfen. Das bedeutet: Ob 500 Euro oder 50.000 Euro – grundsätzlich ist das völlig legal. Allerdings gelten bestimmte Regeln, sobald größere Beträge im Spiel sind, besonders beim Bezahlen oder beim Grenzübertritt.

Wichtig zu wissen: Sobald Sie mehr als 10.000 Euro bar bezahlen, muss der Händler Ihre Identität überprüfen. Dazu müssen Sie einen gültigen Ausweis vorlegen, und der Verkäufer ist verpflichtet, Ihre Daten – Name, Adresse, Geburtsdatum – zu erfassen und sie sieben Jahre lang aufzubewahren. Diese Regel dient dem Kampf gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Das Gleiche gilt, wenn Sie Bargeld in Höhe von über 10.000 Euro aus dem oder in das Ausland transportieren. Dann müssen Sie die Summe bei der Zollbehörde anmelden – unabhängig davon, ob Sie einreisen oder das Land verlassen. Wer das verschweigt, riskiert, dass das Geld beschlagnahmt wird.

Im Alltag spielt das für die meisten Menschen kaum eine Rolle. Wer aber etwa ein Auto privat kauft oder eine größere Renovierung bezahlt, sollte wissen: Große Barzahlungen sind zwar erlaubt, aber nicht anonym. Wer steuerlich sauber bleiben möchte, sollte ohnehin immer eine Quittung verlangen – auch bei Bargeld.

Letztlich schützt das System nicht nur die Gesellschaft vor kriminellen Machenschaften, sondern auch den Bürger selbst – denn mit einem Beleg ist jeder im Streitfall auf der sicheren Seite.

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