Wie Schall mit der Entfernung abnimmt
Wenn man sich von einer Schallquelle entfernt, wird das Geräusch leiser – doch wie stark nimmt der Schallpegel dabei ab? Die Antwort liegt im sogenannten Abstandsgesetz. Bei jeder Verdopplung der Entfernung zur Schallquelle sinkt der Schalldruckpegel um etwa 6 dB. Das bedeutet: Steht man erst einen Meter entfernt und geht dann auf zwei Meter Abstand, misst man dort nur noch die Hälfte des ursprünglichen Schalldrucks – also 50 Prozent.
Dieses Phänomen nennt man auch „inverse Distanzregel“ und gilt besonders gut im Freien oder in Räumen mit wenig Reflexion, also wenn keine Wände den Schall zurückwerfen. Der Pegel sinkt dann nicht linear, sondern logarithmisch. So würde ein Lautsprecher, der in einem Meter Entfernung 90 dB erzeugt, in zwei Metern nur noch 84 dB liefern, in vier Metern 78 dB und so weiter.
Interessant ist, dass dieser Rückgang nicht von der Lautstärke der Quelle abhängt, sondern immer nach dem gleichen Prinzip funktioniert – egal ob ein Flüstern oder ein Konzert. Auch für die Planung von Beschallungsanlagen oder den Gehörschutz am Arbeitsplatz ist dieses Wissen wichtig. Wer weiter weg steht, ist deutlich besser geschützt vor zu hohen Pegeln.
Ein praktischer Tipp: Wenn es zu laut ist, genügt oft schon ein paar Schritte zurückgehen – die Lautstärke sinkt schneller, als man denkt.
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