Wie laut ist ein Konzert?
Wenn die Lichter ausgehen und die Musik einsetzt, freuen sich Tausende – doch nicht nur die Ohren der Fans sollten aufgehen. Wer zu einem Rockkonzert geht, taucht in eine Welt ein, in der der Sound alles beherrscht. Im Zuhörerbereich liegen die Werte oft bei durchschnittlich 100 dB(A). Das ist so laut wie eine nächtliche Baustelle oder ein Presslufthammer in unmittelbarer Nähe – nur, dass hier Beat und Bühne im Vordergrund stehen.
Zum Vergleich: Auf einer Discothek-Tanzfläche misst man etwa 95 dB(A), im Orchestergraben einer Oper sind es immerhin 90 dB(A). Selbst bei der Probe einer Guggenmusik im geschlossenen Raum kann es laut Studien von laerm.ch wiederum bis zu 100 dB(A) erreichen. Das zeigt: Ob live oder in der Halle – Musik in hoher Lautstärke ist allgegenwärtig.
Was viele nicht wissen: Schon ab 85 dB(A) über einen längeren Zeitraum kann es zu dauerhaften Hörschäden kommen. Bei 100 dB(A) genügen laut Experten daher nur etwa 15 Minuten, um das Risiko zu erhöhen. Wer regelmäßig Konzerte besucht, tut seinen Ohren gut daran, Gehörschutz zu tragen – nicht aus Langweile, sondern aus Vorsorge.
Die Energie eines Live-Auftritts ist nicht messbar. Aber der Lärm ist es sehr wohl. Wer den Adrenalinkick liebt, sollte dennoch auf sein Gehör achten. Denn die beste Zugabe nützt nichts, wenn danach nur noch Stille bleibt.
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