Wie viel Dezibel sind gefährlich für die Ohren?

Immer mehr Menschen nutzen Kopfhörer – beim Sport, in der Bahn oder unterwegs. Doch viele unterschätzen, wie schnell die Ohren geschädigt werden können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt: Mehr als 15 Minuten am Tag bei über 100 Dezibel können bereits das Gehör dauerhaft schädigen. Das entspricht etwa der Lautstärke eines Presslufthammers oder einer lauten Rockkonzert.

Eine Studie zeigt, dass weltweit über eine Milliarde Jugendliche und junge Erwachsene durch zu lautes Musikhören mit Kopfhörern gefährdet sind. Oft wird die Lautstärke einfach zu hoch eingestellt – besonders in lauten Umgebungen, wo man den Straßenlärm übertönen will. Das Problem: Die Schäden am Gehör schreiten meist schleichend voran. Erst nach Jahren bemerkt man, dass Töne fehlen oder ein ständiges Klingeln im Ohr (Tinnitus) bleibt.

Experten raten daher zur 60/60-Regel: Maximal 60 Prozent der möglichen Lautstärke, maximal 60 Minuten am Stück. Danach sollte eine Pause folgen. Noch besser: Geräte mit Lautstärkewarnung nutzen oder Noise-Cancelling-Kopfhörer, die Umgebungsgeräusche reduzieren und so ein leises Hörvergnügen ermöglichen.

Das Gehör ist empfindlich – und einmal geschädigt, ist der Verlust oft irreversibel. Wer regelmäßig Musik über Kopfhörer hört, sollte deshalb vorsichtig sein. Ein einfacher Test: Wenn andere die Musik aus deinen Kopfhörern mithören können, ist es definitiv zu laut.

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