Wie laut ist zu laut? Die Wahrheit über Kopfhörer und Gehörschäden

Wer stundenlang Musik über Kopfhörer hört, sollte auf seine Ohren achten. Laut der europäischen Norm EN 60950 darf ein tragbares Audiogerät standardmäßig eine Lautstärke von maximal 85 dB(A) erreichen. Dieser Wert gilt als langfristig sicher – vorausgesetzt, man bleibt nicht zu lange über dieser Lautstärke.

Doch viele Geräte erlauben es dem Nutzer, die Grenze auf bis zu 100 dB manuell anzuheben. Klingt harmlos, ist es aber nicht: Bereits bei 85 dB kann es bei längerer Dauer zu dauerhaften Schäden kommen. Ab 100 dB reichen schon 15 Minuten pro Tag, um das Gehör nach und nach zu schädigen. Wer also mit maximaler Lautstärke durch die Stadt läuft, riskiert mehr, als er vielleicht denkt.

Leider merken die meisten Betroffenen den Schaden erst spät – meist als leises Pfeifen im Ohr oder Schwierigkeiten, Gespräche im Lärm zu verstehen. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind betroffen, die oft stundenlang kopfüber in der Musik versinken.

Die Lösung? Einfache Regeln helfen: Lautstärke unter 85 dB halten, Pausen einlegen und lieber offene statt dicht sitzende In-Ear-Kopfhörer nutzen. Manche Smartphones bieten heute sogar eine Lautstärkewarnung – eine clevere Erinnerung an die eigene Ohrgesundheit.

Ein gesunder Hörverlust ist kein Schicksal. Wer früh auf seine Ohren achtet, genießt auch in Zukunft klare, reine Töne – ohne Pfeifen im Ohr.

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