Wie viel Eigenkapital braucht man bei einem Kredit von 600.000 €?

Wenn Sie eine Immobilie im Wert von 600.000 € finanzieren möchten, gehen die meisten Banken von einer 20-prozentigen Eigenkapitalquote aus. Das bedeutet: Sie sollten mindestens 120.000 € Eigenmittel eigenbrötig einbringen. Zusammen mit dem Kredit ergibt das ein Gesamtvolumen von 720.000 € – genug Spielraum für Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notargebühren oder Renovierungen.

Wichtig zu wissen: Die 20 % sind kein gesetzlicher Zwang, sondern eine Orientierung der Banken. In der Praxis kann die geforderte Eigenkapitalquote je nach Bonität, Einkommen und Bank auch höher ausfallen. Einige Institute verlangen beispielsweise 25 % oder mehr, besonders wenn die monatliche Belastung hoch wird. Umso wichtiger ist eine stabile finanzielle Basis und ein solides Einkommen.

Die Höhe der monatlichen Raten hängt nicht nur vom Kreditbetrag ab, sondern auch von Zinsbindung, Sollzins und Tilgungssatz. Bei einem marktüblichen Effektivzins von etwa 3,5 % und einer anfänglichen Tilgung von 2 % könnte die monatliche Rate für 600.000 € Kredit schnell bei über 2.700 € liegen – ohne Nebenkosten wie Hausverwaltung, Heizung oder Instandhaltung.

Ein ausreichendes Eigenkapital stärkt nicht nur Ihre Verhandlungsposition bei der Bank, sondern führt oft auch zu besseren Konditionen. Wer weniger Kredit braucht, zahlt langfristig weniger Zinsen. Eine sorgfältige Planung lohnt sich also doppelt.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen