Immer mehr Eigenkapital für Immobilien notwendig

Wer heute in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen – nicht nur was die Kaufpreise angeht, sondern vor allem auch beim Eigenkapital. Laut aktueller Daten brachten Käufer im vergangenen Jahr durchschnittlich 160.000 Euro eigene Mittel für die Finanzierung auf. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Jahr 2021, als der Durchschnitt noch bei 132.000 Euro lag.

Die steigenden Beträge spiegeln die Entwicklung am Immobilienmarkt wider: Hohe Preise, vor allem in Großstädten und beliebten Lagen, zwingen Käufer dazu, mehr Eigenkapital einzubringen, um von Banken überhaupt noch eine Baufinanzierung zu erhalten. Finanzinstitute sehen eine hohe Eigenbeteiligung als Sicherheit – je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto geringer das Risiko für die Kreditgeber.

Ein Grund für den Anstieg könnte auch die allgemeine Teuerung am Markt sein, gepaart mit langanhaltendem Interesse an Wohneigentum. Auch wenn die Zinsen zuletzt gestiegen sind, bleibt Immobilienbesitz für viele eine sichere Geldanlage. Doch die Hürden werden höher. Wer heute ohne ausreichendes Polster einkauft, hat es schwer. Experten raten daher schon lange, frühzeitig zu sparen und die eigenen finanziellen Möglichkeiten genau zu prüfen.

Die Zahl von 160.000 Euro zeigt: Was vor einigen Jahren als Traumziel galt, ist heute oft die reine Basis. Wer sich eine Immobilie leisten möchte, sollte sich auf eine lange Phase der Vorbereitung einstellen – und realistisch einschätzen, wie viel Eigenkapital wirklich notwendig ist.

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