Wie viel darf ein Rentner dazuverdienen?

Wer in Rente geht, muss nicht automatisch auf jedes Einkommen verzichten. Besonders für Personen, die vorzeitig in den Ruhestand gehen, gibt es klare Regeln, wie viel zusätzlich verdient werden darf – ohne dass die Rente gekürzt wird. Für das Jahr 2022 blieb die Verdienstgrenze bei vorgezogenen Altersrenten bei 46.060 Euro im Jahr. Das bedeutet: Wer früher in Rente geht, konnte innerhalb eines Kalenderjahres bis zu diesen Betrag steuerfrei hinzuverdienen, ohne dass die Deutsche Rentenversicherung die monatliche Rente reduzierte.

Diese Regelung war ursprünglich als vorübergehende Maßnahme eingeführt worden, um älteren Arbeitnehmern mehr Flexibilität bei der Berufstätigkeit bis zur Regelaltersgrenze zu ermöglichen. Wer also beispielsweise mit 63 in Rente geht, aber weiter arbeiten möchte – sei es aus Lust an der Tätigkeit oder wegen finanzieller Bedürfnisse –, profitiert von dieser Freigrenze.

Wichtig ist: Diese Obergrenze gilt nur für sogenannte vorgezogene Altersrenten. Wer erst mit Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente geht, unterliegt anderen Regelungen und darf grundsätzlich unbegrenzt verdienen. Doch auch dann können Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie steuerliche Aspekte relevant werden.

Die Verdienstgrenze von 46.060 Euro im Jahr 2022 war daher eine Erleichterung für viele, die langsam aus dem Berufsleben aussteigen wollen. Wer plant, in den nächsten Jahren in Rente zu gehen, sollte sich daher frühzeitig über aktuelle Werte informieren – denn die genauen Beträge können sich je nach politischer Entscheidung und gesetzlichen Anpassungen im Laufe der Zeit ändern.

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