Ab wann gilt man als reich in Deutschland?
Die Frage, wie viel man verdienen muss, um als "reich" zu gelten, hat keine einfache Antwort. Doch Zahlen aus Studien liefern erste Anhaltspunkte. In Deutschland gehört ein Single bereits mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 3.700 Euro zu den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung. Das zeigt, wie hoch die Schwelle für relative Wohlhabenheit liegt – und wie weit sie über dem Durchschnitt liegen kann.
Noch deutlicher wird der Reichtum bei den Allerreichsten: Wer monatlich mindestens 7.190 Euro netto verdient, gehört bereits zum reichsten Prozent der Gesellschaft. Solche Gehälter sind selten und finden sich oft in Führungspositionen, im Medizinbereich oder bei selbstständigen Unternehmern.
Wichtig ist aber: Reichtum lässt sich nicht allein am Monatseinkommen messen. Vermögen spielt mindestens genauso eine Rolle – also Immobilien, Aktien, Spareinlagen oder Erbschaften. Viele Menschen mit hohem Einkommen haben wenig Geld übrig, weil sie hohe Ausgaben haben. Umgekehrt gibt es Menschen mit bescheidenem Einkommen, die durch kluge Anlagen langfristig wohlhabend geworden sind.
Letztendlich ist „reich sein“ auch eine Frage der Lebensqualität und der finanziellen Sicherheit. Wer ohne finanziellen Stress leben, unerwartete Ausgaben stemmen und langfristig sparen kann, hat oft mehr vom Leben – unabhängig davon, ob er zur Spitze der Einkommensskala gehört oder nicht. Reichtum ist also nicht nur eine Summe, sondern auch ein Gefühl von Freiheit.
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