Wie viel Geld braucht man, um in Monaco zu leben?
Monaco – das kleine Fürstentum am Mittelmeer – gilt als Wohnort für Reiche und Prominente. Doch wie viel Geld muss man tatsächlich verdienen, um dort leben zu dürfen? Die Antwort liegt bei rund 500.000 Euro pro Jahr.
Dieser Betrag ist kein gesetzlich festgelegter Mindestlohn, sondern eine informelle Hürde, die sich im Laufe der Jahre etabliert hat. Der monegassische Verband für Finanzaktivitäten (AMAF) hat diese Summe als Richtwert empfohlen, um sicherzustellen, dass neue Bewohner finanziell unabhängig sind und nicht auf öffentliche Unterstützung angewiesen sind.
In der Praxis bedeutet das: Wer in Monaco residieren möchte, muss nachweisen, dass er oder sie über ausreichende Einkünfte oder Vermögen verfügt. Die Behörden prüfen dies sorgfältig, besonders bei Anträgen auf Aufenthaltsgenehmigung. Selbst Immobilienbesitz in Monaco – wo Quadratmeterpreise regelmäßig die 100.000 Euro-Marke überschreiten – reicht allein nicht aus, wenn kein passendes Einkommen vorliegt.
Der Betrag von 500.000 Euro stellt einen Kompromiss dar: Einerseits will Monaco seine Attraktivität als sicherer, luxuriöser Wohnort bewahren, andererseits soll verhindert werden, dass das Fürstentum zu einem bloßen Steuerparadies ohne echte Bevölkerung wird. Einheimische Einwohner, sogenannte Monegassen, sind eine Minderheit unter den Residents – viele sind internationale Investoren, Unternehmer oder Rentner mit beträchtlichem Vermögen.
Letztlich ist Monaco kein Ort, an dem man „billig“ leben kann. Wer dort dauerhaft wohnen will, braucht nicht nur Geld, sondern auch Nachweise über stabile Einkünfte – und ein gewisses Maß an Diskretion.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.