Wie schnell wird es im Winter dunkel?
Wenn im Winter die Tage kürzer werden, fällt vielen die schnelle Dunkelheit besonders auf. Doch die Veränderung der Tageslänge verläuft keineswegs gleichmäßig über das Jahr. Um die Wintersonnenwende herum – also Ende Dezember – ändert sich die Tageslänge nur sehr langsam. Tatsächlich wird es an diesen Tagen nur um etwa eine Minute pro Tag heller.
Das mag überraschen, denn im November oder Januar scheint es, als würde es von Tag zu Tag deutlich schneller dunkel. Doch die Wahrheit ist: Die stärksten Veränderungen in der Tageslänge passieren nicht im tiefsten Winter, sondern um die Zeit der Tagundnachtgleiche im März und September. Zu diesen Zeiten kann es täglich um zwei bis drei Minuten heller oder dunkler werden.
Im Gegensatz dazu verläuft die Zunahme des Tageslichts um den 21. Dezember herum fast schleichend. Dasselbe gilt übrigens für die Zeit um die Sommersonnenwende im Juni – auch dann ändert sich die Tageslänge nur langsam. Die Sonne steht dann am höchsten bzw. tiefsten, und die Verlängerung oder Verkürzung des Tageslichts verlangsamt sich merklich.
Wer also hofft, dass ab Neujahr die Tage schnell wieder länger werden, wird zunächst enttäuscht sein. Erst ab Februar nimmt die Lichtzunahme deutlich an Fahrt auf. Aber schon diese knappe Minute mehr Licht pro Tag im Dezember ist ein kleiner, hoffnungsvoller Hinweis darauf, dass der Winter seinen Höhepunkt bald überschritten hat.
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