Wie viel Rente bleibt vom gewohnten Nettogehalt?
Wer jahrzehntelang voll im Berufsleben steht, fragt sich früher oder später, wie viel Geld im Ruhestand tatsächlich auf dem Konto landet. Als Orientierung gilt: Ein sogenannter Standardrentner, der genau 45 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, kommt derzeit auf rund 70 Prozent seines gewohnten Nettoeinkommens.
Dieser Wert bietet zwar einen guten Richtwert, setzt jedoch eine lückenlose Erwerbsbiografie voraus. In der Praxis erreichen viele Menschen diese 45 Beitragsjahre nicht – etwa durch Zeiten der Kindererziehung, Weiterbildungen, Teilzeitarbeit oder Phasen der Arbeitslosigkeit. Zudem beziehen sich die offiziellen Berechnungen des gesetzlichen Rentenniveaus meist auf das Bruttogehalt, wo aktuell eine Haltelinie von 48 Prozent angestrebt wird.
Wer im Alter seinen gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten möchte, sollte die persönliche Rentenlücke frühzeitig berechnen. Neben der gesetzlichen Rente gewinnen bausteine wie die betriebliche Altersvorsorge oder private Sparpläne immer mehr an Bedeutung, um finanzielle Engpässe im Ruhestand gezielt auszugleichen.
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