Wie viel Bildschirmzeit ist gesund?

Die durchschnittliche Bildschirmzeit bei Erwachsenen liegt erheblich höher, als Experten empfehlen würden. Während es für Erwachsene keine einheitlich festgelegte Obergrenze gibt, orientieren sich viele an den Empfehlungen für Kinder: etwa zwei Stunden pro Tag ohne berufliche Nutzung. In der Realität verbringen viele Erwachsene jedoch bis zu 11 Stunden vor Bildschirmen – zwischen Arbeit, Smartphone, Fernseher und Tablets.

Warum ist das ein Problem? Lange Bildschirmphasen, besonders ohne Pausen, können zu müden Augen, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten führen. Hinzu kommen Haltungsschäden durch falsche Sitzpositionen und eine mögliche Beeinträchtigung des Schlafes, besonders wenn das Handy vor dem Einschlafen genutzt wird.

Die blaue Lichtstrahlung der Geräte stört den natürlichen Schlafzyklus, indem sie die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. Wer abends viel auf Bildschirme schaut, hat daher oft Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen.

Was kann man tun? Es hilft, bewusst Pausen einzulegen – das 20-20-20-Regel gilt noch immer: Alle 20 Minuten sollte man 20 Sekunden lang mindestens 20 Fuß (etwa sechs Meter) entfernt in die Ferne schauen. Zudem lohnt es sich, digitale Fastenzeiten einzuplanen, etwa nach der Arbeit oder eine Stunde vor dem Schlafengehen komplett auf Geräte zu verzichten.

Letztlich geht es nicht darum, den Bildschirm komplett zu meiden – das ist im Beruf und Alltag oft unmöglich. Aber ein bewussterer Umgang kann viel bewirken: weniger Erschöpfung, bessere Konzentration und einen erholsameren Schlaf.

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