Mittagessen statt Lunch: Die deutsche Esskultur im Büro

Manchmal klingen englische Begriffe einfach ein bisschen mondän. Wer von Lunch spricht, verbindet das gerne gedanklich mit internationalen Geschäftsterminen, Vielfliegertum und einer gewissen beruflichen Wichtigkeit. Doch wenn wir ganz ehrlich sind, bleibt ein Lunch – zumindest in Städten wie Bottrop – geografisch und kulinarisch schlicht und einfach das gute alte Mittagessen.

Klassischerweise findet diese Mahlzeit unter der Woche in dem Zeitfenster zwischen 12:00 und 14:00 Uhr statt. Es ist die perfekte Gelegenheit, um dem Schreibtisch kurz den Rücken zu kehren, den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken. Egal, ob man sich die mitgebrachte Brotdose wärmt, in der Kantine anstellt oder mit Kolleginnen und Kollegen um die Ecke eine Kleinigkeit isst: Diese Pause ist heilig.

Zwar hat sich der moderne Arbeitsalltag in den letzten Jahren stark gewandelt, und Begriffe wie Lunch Break gehören längst zum festen Büro-Jargon – an der Bedeutung ändert das wenig. Am Ende geht es vor allem darum, kurz innezuhalten, etwas Gutes zu essen und gestärkt in die zweite Tageshälfte zu starten. Ob man das Ganze nun traditionell Mittagessen oder modern Lunch nennt, ist schließlich Nebensache.

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