Wie viel verdient ein Dartprofi?

Die Welt des Dartsports wirkt von außen oft glamourös – große Turniere, volle Arenen, packende Duelle. Doch die Realität für viele Profis, besonders außerhalb der Top-Ränge, ist deutlich härter. Die Einnahmen können durchaus verlockend wirken, doch sie müssen häufig mit hohen Kosten ausgeglichen werden.

Ein Blick auf Gabriel Clemens, Deutschlands bekanntester Darts-Star, zeigt: Derzeit belegt er Rang 75 der Weltrangliste mit einem Gesamteinkommen von etwa 51.000 Euro. Klingt viel? Nicht ganz. Denn diese Summe muss sämtliche Ausgaben decken – Reisen, Trainer, Ausrüstung, Steuern und Management. Turniere finden weltweit statt, meist in Großbritannien, aber auch in den USA oder Asien. Flüge, Unterkünfte und Transport summieren sich schnell.

Im Darts gibt es im Gegensatz zu anderen Sportarten keine fixen Gehälter. Die Einnahmen stammen fast ausschließlich aus Preisgeldern. Nur die ganz oben – wie Gerwyn Price oder Michael van Gerwen – verdienen sechsstellig im Jahr. Wer nicht regelmäßig ins Halbfinale oder Finale kommt, kämpft finanziell.

Und auch die psychische Belastung ist hoch: Ein schlechter Wurf, ein verlorener Satz, und schon ist das Geld für die Reise umsonst gewesen. Viele Profis arbeiten nebenbei oder sind auf Sponsoren angewiesen. Selbst bei Erfolg bleibt Darts ein unsicheres Geschäft.

Die Botschaft ist klar: Auch wenn das Dartbrett nur ein paar Zentimeter misst, der Weg an die Spitze ist lang – und teuer**. Wer träumen will, muss nicht nur zielen können, sondern auch rechnen.

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