Wie viel verdient ein Downhill-Profi?

Die Welt des professionellen Mountainbikens, besonders im Downhill, ist längst nicht so lukrativ, wie viele annehmen. Während einige Top-Athleten mit Sponsorenverträgen, Siegprämien und Markenpartnerschaften sechsstellige Beträge verdienen, sieht die Realität für viele andere deutlich düsterer aus.

Laut einer Umfrage verdienen rund ein Drittel der Profi-Downhiller mindestens 40.000 Dollar im Jahr. Bei den absoluten Spitzenfahrern – oft die ständigen Podestgänger im Weltcup – können die Einkünfte schnell über 100.000 oder sogar bis zu 250.000 Dollar liegen. Doch diese Zahlen täuschen leicht, denn die Einkommensverteilung ist extrem ungleich.

Fast die Hälfte der Fahrer im Downhill-Weltcup – konkret 46,7 Prozent – kommt laut den Daten von 2021 jährlich nicht einmal auf 5.000 Dollar. Das reicht bei Weitem nicht aus, um davon zu leben. Viele dieser Athleten sind auf Familienunterstützung, Nebenjobs oder Crowdfunding angewiesen, um ihre Saison überhaupt finanzieren zu können.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die meisten Teams haben begrenzte Budgets, und nur die ganz oben erhalten wirklich gut dotierte Verträge. Dazu kommen hohe Kosten für Reisen, Equipment und Techniker. Am Ende bleibt oft nur wenig übrig – wenn überhaupt.

Während also die ganz Großen wie Loïc Bruni oder Aaron Gwin gut verdienen können, kämpft der Großteil der Profis im Schatten um Aufmerksamkeit und finanzielle Stabilität. Der Traum vom Profi-Dasein bleibt für viele eben genau das: ein Traum.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen