Zinsen bei 300.000 Euro Kredit: Was 2022 gilt

Wer 2022 einen Kredit über 300.000 Euro aufnimmt, um beispielsweise ein Haus zu finanzieren, muss unter Umständen mit höheren Zinsen rechnen – besonders wenn kein Eigenkapital vorhanden ist. Bei einer sogenannten 100-Prozent-Finanzierung, also wenn die gesamte Kaufsumme über den Kredit gedeckt wird, lag der effektive Zinssatz im September 2022 bei rund 3,63 Prozent.

Das zeigt ein Beispiel der ING, das auf damaligen Marktkonditionen basiert. Solche Angebote ermöglichen den Hauskauf ohne Eigenkapital, sind aber risikoreicher für die Bank – daher fallen die Zinsen oft etwas höher aus als bei Finanzierungen mit Eigenanteil. Wer also kein oder nur wenig Eigenkapital einbringt, sollte sich darauf einstellen, langfristig mehr Zinsen zu zahlen.

Ein Zinssatz von 3,63 Prozent klingt zunächst überschaubar, doch über die Laufzeit einer Immobilienfinanzierung, oft 10 bis 15 Jahre oder länger, macht sich dieser Betrag deutlich im Monatseinkommen bemerkbar. Bei 300.000 Euro Kreditsumme entspricht das einer monatlichen Zinsbelastung von mehr als 900 Euro – zusätzlich zur Tilgung.

Wichtig zu wissen: Die Zinsen sind stark abhängig von der aktuellen Marktlage, der Bonität des Kreditnehmers und der Höhe des Eigenkapitals. Seit 2022 hat sich die Zinssituation weiter verändert – heute liegen die Sätze oft deutlich höher. Wer plant, ein Haus zu kaufen, sollte daher nicht nur auf den Zinssatz achten, sondern auch über mögliche Eigenleistungen nachdenken, um bessere Konditionen zu erhalten.

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