Wie hoch ist die Suizidgefahr bei Borderline?
Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine ernste psychische Erkrankung, die tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen hat. Die Lebenszeitprävalenz liegt bei etwa drei Prozent – das bedeutet, dass von hundert Menschen drei im Laufe ihres Lebens an einer Borderline-Störung erkranken. Besonders betroffen sind oft junge Erwachsene, viele leiden unter intensiven emotionalen Schmerzen, Identitätsunsicherheit und instabilen Beziehungen.
Eine der gravierendsten Herausforderungen bei dieser Erkrankung ist die erhöhte Suizidgefahr. Studien zeigen, dass bis zu 10 Prozent der Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung letztlich einen Suizidversuch tödlich enden lassen. Das ist eine deutlich höhere Rate als in der allgemeinen Bevölkerung. Darüber hinaus versucht ein erheblicher Teil der Betroffenen mehrfach, ihrem Leben ein Ende zu setzen – geschätzt bis zu 70 Prozent geben im Verlauf der Erkrankung mindestens einen Suizidversuch an.
Wichtig ist jedoch:Trotz dieser erschreckenden Zahlen ist Borderline behandelbar. Mit geeigneter Psychotherapie, wie der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), können Betroffene lernen, mit ihren Emotionen umzugehen, Krisen besser zu meistern und langfristig eine stabilere Lebensqualität zu erreichen. Viele Menschen mit dieser Diagnose leben nach Jahren der Therapie ein erfülltes, stabiles Leben.
Die hohe Suizidrate zeigt, wie dringend mehr Aufklärung, Entstigmatisierung und bessere Zugänge zur Therapie nötig sind. Wer betroffen ist oder jemanden kennt, der leidet: Hilfe gibt es – und sie wirkt.
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