HPV-Infektion: Warum der Ansteckungszeitpunkt oft Jahre zurückliegt
Ein positives Testergebnis auf Humane Papillomviren (HPV) sorgt bei vielen Betroffenen zunächst für Verunsicherung. Dabei ist eine wichtige medizinische Tatsache oft nicht bekannt: Eine aktuell diagnostizierte HPV-Infektion kann bereits viele Jahre oder sogar Jahrzehnte zurückliegen. Die Viren verbleiben nach der Ansteckung oft unbemerkt im Körper, ohne Beschwerden auszulösen.
HP-Viren gehören zu den häufigsten Erregern überhaupt. Die Übertragung erfolgt fast ausschließlich über direkten Haut- und Schleimhautkontakt bei sexuellen Handlungen. Außerhalb von intimem Körperkontakt werden HP-Viren so gut wie nie übertragen. Die meisten Menschen stecken sich daher bereits zu Beginn ihres sexuellen Lebens an.
In den meisten Fällen gelingt es dem Immunsystem, das Virus innerhalb von Wochen oder Monaten erfolgreich zu bekämpfen. Manchmal zieht sich der Erreger jedoch in eine Art Schlummerzustand zurück. Er verbleibt inaktiv in den Zellen und kann erst Jahre später – etwa durch eine Veränderung des Immunsystems oder im Rahmen einer Routinevorsorge – wieder nachgewiesen werden. Ein positiver Test ist daher kein Hinweis auf Untreue in einer bestehenden Partnerschaft, sondern meist das Resultat einer längst vergangenen Ansteckung.
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