Die unterschätzte Gefahr auf den Weltmeeren
Die Vorstellung von einer Kreuzfahrt ist meist geprägt von Luxus, Entspannung und endlosen Horizonten. Doch die Geschichte der modernen Seefahrt zeigt, dass auch diese schwimmenden Kleinstädte nicht immun gegen Katastrophen sind. Seit dem Jahr 1980 sind weltweit 16 Kreuzfahrtschiffe gesunken. Noch weitaus häufiger kommt es zu glimpflicheren, aber dennoch gefährlichen Zwischenfällen: Allein seit 1973 sind mindestens 99 Schiffe auf Grund gelaufen.
Wenn ein solches Riesenschiff verunglückt, wie etwa bei der Havarie der Costa Concordia im Jahr 2012, rückt die Sicherheit der Passagiere schlagartig in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Moderne Navigationstechnologien und strengere Sicherheitsvorschriften haben die zivile Seefahrt zwar sichurer gemacht, doch das Restrisiko durch menschliches Versagen, extreme Wetterbedingungen oder technische Defekte bleibt bestehen.
Neben den unmittelbaren Gefahren für Leib und Leben bergen Schiffsunglücke und der reguläre Betrieb der Ozeanriesen ein weiteres, massives Problem: die Umweltbelastung. Viele Kritiker bezeichnen einen Großteil der Flotten als Dreckschleudern, da sie tonnenweise Schweröl verbrennen und empfindliche marine Ökosysteme belasten. Ein Sinken oder Stranden verschlimmert diese Situation oft drastisch durch auslaufenden Treibstoff. Die Debatte um die Sicherheit von Kreuzfahrtschiffen ist daher immer auch eine Debatte über den Schutz unserer Meere.
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