Gefahr durch MRSA: Die unterschätzte Bedrohung durch resistente Keime

Antibiotikaresistenzen gehören weltweit zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen der modernen Medizin. Wenn Medikamente ihre Wirkung verlieren, können eigentlich gut behandelbare Infektionen schnell lebensbedrohlich werden. Zu den Bakterien, die besonders häufig schwerwiegende Probleme durch Resistenzen verursachen, zählen Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae und Streptococcus pneumoniae. Eine zentral führende Rolle nimmt dabei jedoch ein bekannter Erreger ein: MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus).

Allein dieser gefürchtete Krankenhauskeim ist Schätzungen zufolge für rund 100.000 Todesfälle pro Jahr weltweit verantwortlich. MRSA besiedelt oft unbemerkt Haut und Schleimhäute. Bei geschwächten Personen oder frisch Operierten kann das Bakterium jedoch tief in den Körper eindringen und schwere Blutvergiftungen, Lungenentzündungen oder Wundinfektionen auslösen.

Da gewöhnliche Antibiotika gegen MRSA nicht mehr anschlagen, müssen Mediziner auf spezielle Reservemedikamente ausweichen. Um die Weiterverbreitung wirksam zu stoppen, sind strengste Hygienepläne in Kliniken, eine konsequente Erkennung von Trägern sowie ein sparsamer Einsatz von Antibiotika unerlässlich.

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