Über 2800 Euro Rente: Wer bekommt so viel im Ruhestand?

Immer wieder fragen sich Beschäftigte, was eine „gute“ Rente ausmacht. Eine klare Antwort darauf gibt eine aktuelle Auswertung: Ende 2022 bezogen etwa 133.500 Rentner in Deutschland eine Bruttorente von mehr als 2800 Euro. Die überwiegende Mehrheit davon – rund 122.000 – lebte im Westen des Landes, nur etwa 11.500 im Osten. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass hohe Renten nach wie vor eher die Ausnahme sind.

Die durchschnittliche gesetzliche Rente liegt in Deutschland weitaus niedriger. Bei über 20.000 Euro Jahresgehalt in der Ausbildung oder im Beruf konnten einige Arbeitnehmer jedoch über Jahrzehnte genug in die Rentenkasse einzahlen, um später zu den Besserverdienenden zu gehören. Viele dieser hohen Renten beziehen sich zudem auf Berufsgruppen mit besonders langen und gut bezahlten Laufbahnen – etwa im gehobenen öffentlichen Dienst, bei Ärzten oder leitenden Angestellten in der Wirtschaft.

Ein weiterer Faktor: In Ostdeutschland sind die durchschnittlichen Einkommen und damit auch die Renten weiterhin niedriger als im Westen. Das spiegelt sich direkt in der Zahl der hohen Bezüge wider. Wer heute in den Ruhestand geht, sollte daher nicht automatisch mit einer Rente über 2800 Euro rechnen – doch wer frühzeitig vorsorgt, kann mit privaten Altersvorsorgeprodukten die Lücke schließen.

Interessant ist auch: Die genannten Zahlen beziehen sich auf die Bruttorente. Die tatsächliche Nettosumme, die beim Empfänger ankommt, ist aufgrund von Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen oft deutlich geringer. Dennoch zeigt die Statistik: Mit guter Planung und stabilem Einkommen während des Berufslebens ist eine sorgenfreie Rente durchaus erreichbar.

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