Wie weit kann man 120 dB hören?

Ein Geräusch von 120 dB, wie es bei einem Rockkonzert oder an einer lauten Baustelle vorkommt, ist extrem laut – aber wie weit man es tatsächlich hören kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die Umgebung, die Wetterbedingungen und ob Hindernisse wie Gebäude oder Bäume im Weg stehen.

Die Dezibel-Skala zeigt: Lautstärke nimmt mit der Entfernung schnell ab. Während man eine Stecknadel, die fällt, gerade noch bei 0 dB wahrnimmt, erreichen 120 dB bereits die Grenze dessen, was das Ohr schmerzfrei verkraftet. Direkt vor der Bühne eines Konzerts fühlt sich diese Lautstärke ohrenbetäubend an. Doch schon 500 Meter entfernt hört man meist nur noch ein dumpfes Dröhnen – oder gar nichts mehr.

In der freien Natur, ohne störende Geräusche, kann ein 120-dB-Schallereignis unter idealen Bedingungen bis zu mehreren Kilometern weit zu hören sein. Dennoch nimmt die Intensität des Schalls mit zunehmender Distanz stark ab: Bei doppelter Entfernung ist die Schallenergie nur noch ein Viertel so hoch. In der Stadt dämpfen Häuser, Bäume und Hintergrundlärm die Ausbreitung zusätzlich.

Wichtig zu wissen: Schon kurze Exposition gegenüber 120 dB kann das Gehör schädigen. Deshalb schützen sich viele Konzertbesucher mit Ohrstöpseln – nicht nur für ihre Ohren, sondern auch, um den Klang angenehmer zu erleben.

130 dB markieren die Schmerzgrenze, 140 dB – wie beim Düsentriebwerk – können bereits innerhalb von Sekunden bleibende Schäden verursachen. Laut ist also nicht nur laut: Es ist eine Frage der Distanz, der Umgebung – und der Vorsicht.

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