Wie widerstandsfähig sind Viren wirklich?

Klassische Methoden der Haltbarmachung wie Salzen, Pökeln, Trocknen oder Einfrieren sind seit Jahrhunderten bewährt, um Lebensmittel vor dem Verderb zu schützen. Sie entziehen Mikroorganismen die Lebensgrundlage und machen Bakterien sowie Schimmelpilze unschädlich. Doch was bei Bakterien funktioniert, lässt sich nicht ohne Weiteres auf Viren übertragen.

Im Gegensatz zu lebenden Zellen besitzen Viren keinen eigenen Stoffwechsel. Dadurch reagieren sie völlig anders auf Umwelteinflüsse. Das Einfrieren oder Austrocknen führt bei vielen Virusarten keineswegs zur Zerstörung. Im Gegenteil: Solche Bedingungen können die Infektiösität von Viren sogar stabilisieren und konservieren. In tiefgekühlten oder getrockneten Lebensmitteln können manche Erreger daher über lange Zeiträume hinweg ansteckend bleiben.

Um Viren zuverlässig zu inaktivieren, reichen einfache Konservierungsverfahren nicht aus. Hierfür sind meist ausreichende Hitze durch gründliches Kochen und Erhitzen erforderlich. Zudem wirken direkte UV-Strahlung sowie passend gewählte chemische Desinfektionsmittel wirksam gegen das Erbgut oder die Eiweißhülle der Erreger.

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