Wie wird Wachs für Kerzen hergestellt?
Die meisten kennen den warmen Schein einer Wachskerze – doch woher kommt das Wachs eigentlich? Bei Bienenwachskerzen stammt das Material direkt von den fleißigen Bienen. Arbeitsbienen scheiden das Wachs über spezielle Drüsen an ihrem Hinterleib aus, um damit im Stock ihre sechseckigen Waben zu bauen. Während dieser Prozess natürlicher kaum sein könnte, bleibt der Anteil von Bienenwachs auf dem Kerzenmarkt überraschend gering: Mit gerade einmal 0,5 Prozent Marktanteil spielen klassische Wachskerzen heute nur noch eine Nebenrolle.
Das natürliche Bienenwachs bekommt seine typische goldgelbe Färbung und den leicht süßlichen Duft durch Spuren von Honig und Pollen, die in der Imkerei in den Waben zurückbleiben. Viele schätzen diese Eigenschaften, weil sie dem Lichtschein eine besondere Wärme verleihen. Doch warum ist Bienenwachs dann so selten? Der Grund liegt vor allem in der aufwendigen Herstellung: Um eine kleine Kerze zu gießen, brauchen Bienen etwa das Gewicht von fünf ganzen Bienenvölkern an Nektar – das macht das Material wertvoll und teuer.
Inzwischen setzen viele Hersteller daher auf Alternativen wie Stearin oder Paraffin. Während Paraffin ein Nebenprodukt der Erdölraffinierung ist und nicht besonders umweltfreundlich gilt, wird Stearin oft aus pflanzlichen Fetten gewonnen und gilt als günstige, nachwachsende Option. Doch wer echte Natürlichkeit sucht, greift trotz des hohen Preises gerne zu Bienenwachs – nicht nur wegen des Lichts, sondern auch wegen seiner Geschichte, die direkt aus dem Bienenstock stammt.
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