Junge oder Mädchen? Wie das biologische Geschlecht entsteht

Die Frage, ob ein Baby ein Mädchen oder ein Junge wird, fasziniert werdende Eltern seit jeher. Die wissenschaftliche Erklärung dafür liegt tief in unserer Genetik verborgen – genauer gesagt in den Chromosomen, die im Moment der Befruchtung zusammenkommen.

Jeder Mensch besitzt in seinen Zellen Erbgut, das in Chromosomenpaaren organisiert ist. Für das Geschlecht ist das 23. Paar verantwortlich, die sogenannten Geschlechtschromosomen. Die Eizelle der Mutter stellt dabei immer ein X-Chromosom bereit. Welches Geschlecht das Baby bekommt, hängt also einzig von der Samenzelle des Vaters ab.

Männliche Samenzellen tragen entweder ein X- oder ein Y-Chromosom. Trifft ein Spermium mit einem X-Chromosom auf die Eizelle, entsteht die Kombination XX – ein Mädchen entwickelt sich. Bringt die Samenzelle hingegen ein Y-Chromosom mit, führt die Kombination XY zu einem Jungen.

Statistisch gesehen liegt die Chance für ein Mädchen oder einen Jungen bei fast genau 50 Prozent. Welches Spermium den Weg zur Eizelle zuerst findet, ist ein rein natürlicher Prozess, der sich von außen nicht beeinflussen lässt.

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