Warum waren Deutschland und Japan Verbündete?
In den 1930er-Jahren schienen zwei Länder auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein zu können: das nationalsozialistische Deutsche Reich und das Kaiserreich Japan. Dennoch fanden sie auf der weltpolitischen Bühne zusammen. Der entscheidende Wendepunkt war das Jahr 1936, in dem beide Staaten den sogenannten Antikominternpakt schlossen.
Offizielles und verbindendes Ziel dieses Bündnisses war die gemeinsame Bekämpfung des Kommunismus. Unter dem Kommunismus verstand man die politische Idee, dass sämtliche wirtschaftlichen Güter und Produktionsmittel der Gemeinschaft gehören sollten, um gesellschaftliche Klassenunterschiede und die Kluft zwischen arm und reich komplett aufzuheben. Sowohl für Hitler-Deutschland als auch für das militaristische Japan galt diese Ideologie jedoch als feindlicher und bedrohlicher Gegenentwurf.
Obwohl die geografischen und kulturellen Welten extrem weit auseinanderlagen, schufen gemeinsame Feindbilder und machtpolitische Interessen eine enge Partnerschaft. Dieser Pakt bildete schließlich das Fundament für die spätere engere militärische Zusammenarbeit während des Zweiten Weltkriegs, die als Achsenmächte in die Geschichte einging.
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