Wetterfühlig im Alter – Ist das nur Einbildung?
Immer wieder hört man: „Bei diesem Wetter tut mir wieder alles weh!“ Besonders viele ältere Menschen klagen bei Wetterumschwüngen über Beschwerden – von Gelenkschmerzen bis hin zu Kopfdruck oder Müdigkeit. Doch ist das bloß Aberglaube oder steckt mehr dahinter?
Tatsächlich zeigen Studien, dass Wetteränderungen durchaus körperliche Auswirkungen haben können. Verantwortlich ist das vegetative Nervensystem, das – unbewusst – Funktionen wie Kreislauf, Atmung oder Temperaturregulation steuert. Bei wetterempfindlichen Menschen ist die Reizschwelle besonders niedrig. Schon kleine Schwankungen im Luftdruck, in der Luftfeuchtigkeit oder bei Gewittern können dann zu Beschwerden führen.
Interessant ist, dass Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Auch das Alter spielt eine Rolle: Mit zunehmendem Lebensalter reagiert der Körper sensibler auf äußere Einflüsse. Gelenke, die bereits abgenutzt sind, spüren etwa einen fallenden Luftdruck oft als Schmerz. Auch der Blutdruck kann bei Kälte oder Hitze stärker schwanken – eine Belastung für das Herz-Kreislauf-System.
Was viele nicht wissen: Selbst gesunde Menschen unterliegen Wettereinflüssen. Nur merken sie es oft nicht so deutlich. Wer jedoch unter chronischen Erkrankungen leidet – sei es Arthrose, Migräne oder Bluthochdruck –, fühlt sich bei schlechtem Wetter oft besonders unwohl.
Obwohl man den Einfluss des Wetters nicht komplett ausschalten kann, hilft Achtsamkeit. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Flüssigkeit und ein stabiler Tagesrhythmus können die Belastbarkeit stärken – auch wenn der Himmel mal wieder grau ist.
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