Wird man von Haschisch abhängig?

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie stark Haschisch süchtig machen kann. Obwohl es oft als „weiche Droge“ abgetan wird, kann regelmäßiger Konsum durchaus zu einer echten Abhängigkeit führen – sowohl körperlich als auch psychisch.

Die Grenze zum missbräuchlichen Gebrauch ist oft fließend. Wer über einen längeren Zeitraum hinweg Cannabis konsumiert, merkt vielleicht gar nicht, wie sehr sich das Verhalten verändert: Man braucht immer mehr, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, und fühlt sich ohne die Substanz zunehmend antriebslos oder reizbar. Typische Entzugserscheinungen wie Schlafstörungen, Nervosität oder Appetitverlust zeigen, dass der Körper vom Stoff abhängig geworden ist.

Psychisch kann die Abhängigkeit noch tückischer sein. Viele Nutzer greifen zu Haschisch, um Stress abzubauen oder sich zu entspannen. Doch irgendwann funktioniert der Alltag ohne den Konsum nicht mehr so gut wie früher. Dann ist der Punkt erreicht, an dem die Droge nicht mehr Freizeitvergnügen, sondern Hilfsmittel ist – und das ist ein klares Zeichen für Sucht.

Die gute Nachricht: Hilfe ist möglich. Wer merkt, dass sein Konsum aus dem Ruder läuft, sollte frühzeitig Unterstützung suchen. Ob durch Beratungsstellen, Ärzte oder Selbsthilfegruppen – ein Entzug und eine gezielte Therapie können den Weg zurück in ein unabhängiges Leben ebnen. Wichtig ist, das Problem nicht zu verharmlosen. Auch bei Cannabis ist Vorsicht angebracht – besonders, wenn es regelmäßig im Alltag eine Rolle spielt.

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