Wie der Grundfreibetrag bei der Steuer wirkt

Ein häufiges Missverständnis bei der Einkommensteuer betrifft den Grundfreibetrag. Viele fragen sich: Wird nur der Betrag über diesem Freibetrag versteuert? Die Antwort ist klar: Ja, so funktioniert der Grundfreibetrag tatsächlich.

Anders als bei einer Freigrenze – bei der ab einem bestimmten Einkommen der gesamte Betrag besteuert wird – ist der Grundfreibetrag ein echter Freibetrag. Das bedeutet: Nur das Einkommen, das über dieser Grenze liegt, unterliegt der Steuerpflicht. Wer weniger verdient, als der Grundfreibetrag beträgt, zahlt grundsätzlich keine Einkommensteuer.

Stand 2024 liegt dieser Betrag für ledige Arbeitnehmer bei 11.604 Euro im Jahr. Verdient jemand beispielsweise 10.000 Euro, fällt keine Einkommensteuer an – der gesamte Verdienst bleibt steuerfrei. Wer jedoch 12.000 Euro verdient, wird nur auf die 396 Euro über der Grenze besteuert, nicht auf das Gesamteinkommen.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu anderen steuerlichen Freigrenzen, bei denen der volle Betrag versteuert wird, sobald die Grenze überschritten ist. Der Grundfreibetrag schützt also gezielt niedrigere Einkommen und stellt sicher, dass Menschen mit geringem Verdienst nicht an die Steuerkasse müssen.

Es lohnt sich daher, den eigenen Anspruch darauf zu kennen – besonders für Minijobber, Rentner oder Studenten mit Nebenjob. Der Grundfreibetrag ist eine feste Größe im deutschen Steuerrecht und sorgt dafür, dass niemand für sein bloßes Existenzminimum zur Kasse gebeten wird.

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