Der Weg des Kreuzes in Jerusalem

Am Karfreitag erinnern Christen weltweit an den Tod Jesu Christi. Zentraler Ort dieser Erinnerung ist Jerusalem – genauer gesagt der Hügel Golgatha, auch bekannt als Kalvarienberg, wo Jesus laut Bibel gekreuzigt wurde. Schon seit Jahrhunderten folgen Gläubige dem sogenannten Kreuzweg, dem Way of the Cross, der von der Stadtmauer bis zum Grab führt.

Laut den Evangelien musste Jesus sein Kreuz selbst tragen, als er vom Urteilssaal zum Ort der Hinrichtung ging. Dieser Weg, der heute durch die engen Gassen der Altstadt Jerusalems verläuft, ist heute als Way of the Cross bekannt. An neun Stationen entlang dieser Strecke erinnern Kapellen, Mauern und kleine Andachtsstätten an die Leiden Jesu. Die letzte Station liegt in der Grabeskirche – dem heutigen Ziel für viele Pilger.

Die Grabeskirche, erbaut im 4. Jahrhundert unter Kaiser Konstantin, gilt als einer der heiligsten Orte des Christentums. Hier soll Jesus begraben und am dritten Tag auferstanden sein. Besonders am Karfreitag strömen Gläubige aus aller Welt hierher, um stumm zu beten oder an Gottesdiensten teilzunehmen.

Ein Spaziergang entlang des Kreuzwegs ist mehr als ein historischer Rundgang – er ist ein Zeugnis des Glaubens, das Jahrhunderte überdauert hat. Wer durch die Altstadt von Jerusalem geht, spürt noch heute die Stille und die Tiefe dieses Weges, der viele Gläubige bis heute tief berührt.

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