Wo befindet sich der NFC-Chip in der Kreditkarte?
Der NFC-Chip in modernen Kredit- oder Girokarten ist meist in der Mitte der Karte eingebettet – genau dort, wo das typische Kontaktlos-Symbol, ein kleines Funksymbol, aufgedruckt ist. Er sitzt nicht sichtbar wie der goldene Chip oben auf der Karte, sondern ist in das Kunststoffmaterial integriert. Das bedeutet: Sobald Ihre Karte das Funksymbol trägt, verfügt sie über eine NFC-Schnittstelle, die es ermöglicht, kontaktlos zu bezahlen – meist ohne PIN, aber meist bis maximal 50 Euro.
Seit Juli 2017 stellen deutsche Banken nahezu ausnahmslos Karten mit dieser Technologie aus. Doch viele fragen sich: Ist das sicher? Grundsätzlich ja – denn die Übertragung ist verschlüsselt und die Reichweite beträgt nur wenige Zentimeter. Dennoch gibt es Risiken: Theoretisch könnte ein Angreifer mit einem Lesegerät in sehr naher Distanz – etwa in einer vollen Bahn – Daten abfangen. Allerdings ist es äußerst unwahrscheinlich, dass er damit direkt Geld stehlen könnte, da eine vollständige Kartenkopie oder ein Kartendiebstahl ohne PIN nicht möglich ist.
Trotzdem lohnt es sich, vorsichtig zu sein. Spezielle NFC-schützende Portemonnaies oder Hüllen können helfen, um unerwünschtes Auslesen zu verhindern. Am besten bewahrt man die Karte ohnehin nicht direkt neben anderen Chips wie dem Personalausweis auf, um Störungen oder Datenmix zu vermeiden.
Letztlich ist die NFC-Technologie heute Standard – schnell, bequem und ausreichend sicher für den Alltag. Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet einfach auf seine Karte und nutzt zusätzlichen Schutz, wenn nötig.
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