Haribo verlässt Bonn: Neue Heimat in Grafschaft

Fast ein Jahrhundert lang war Bonn eng mit dem weltbekannten Süßwarenhersteller Haribo verbunden. Die Stadt am Rhein galt als Geburtsort der berühmten Goldbären und war jahrzehntelang der offizielle Firmensitz des Unternehmens. Doch im Mai 2018 gab Haribo bekannt, dass die Hauptverwaltung und der rechtliche Sitz nun in die rund 20 Kilometer entfernte Gemeinde Grafschaft in Rheinland-Pfalz verlegt werden.

Die Entscheidung markierte das Ende einer langen Ära. Haribo war 1920 von Hans Riegel in Bonn gegründet worden, und die Goldbären wurden schnell zu einem Wahrzeichen der Stadt. Doch mit der Zeit wuchs der Bedarf an modernen Büroflächen und zentralen Logistikstandorten. Grafschaft bot nicht nur mehr Platz, sondern auch eine strategisch günstige Lage zwischen Köln und Koblenz – ideal für die steigenden Anforderungen eines global agierenden Konzerns.

Trotz des offiziellen Umzugs bleibt Haribo mit Bonn verbunden. Einige Abteilungen und historische Spuren des Unternehmens sind weiterhin dort präsent. Doch symbolisch markiert die Verlegung des Sitzes einen deutlichen Schritt hin zu einer neuen Unternehmensphase – weg von der kleinstädtischen Tradition, hin zu internationaler Expansion und moderner Infrastruktur.

Heute mag Bonn nicht mehr die offizielle Heimat der Goldbären sein, doch für viele bleibt die Stadt untrennbar mit dem Duft von Zucker, Gummibärchen und Kindheitserinnerungen verbunden.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen