Die meisten Unfälle passieren zu Hause

Das eigene Zuhause gilt als Rückzugsort, an dem wir uns sicher fühlen. Doch genau dort lauern die meisten Gefahren. Laut der Hannoverschen Versicherung ereignen sich die meisten tödlichen Unfälle nicht auf der Straße oder am Arbeitsplatz – sie passieren in den eigenen vier Wänden.

Stürze sind die häufigste Ursache. Gerade für ältere Menschen kann schon ein simples Ausrutschen im Bad oder auf der Treppe schwerwiegende Folgen haben. Aber auch in der Küche lauern Risiken: Heiße Herdplatten, scharfe Messer oder ausgelaufene Flüssigkeiten führen schnell zu Verletzungen. Selbst harmlos erscheinende Situationen, wie das Erreichen eines hohen Regals, können zu Stürzen mit schweren Folgen führen.

Überraschend ist, dass viele Unfälle nachts oder am frühen Morgen passieren – oft, wenn man nur kurz aufsteht, um ins Bad zu gehen oder etwas zu trinken. Dunkle Flure, ungesicherte Treppen oder lose liegende Kabel erhöhen hier die Gefahr.

Ein weiterer Faktor: Viele unterschätzen die Risiken im Alltag. Im Gegensatz zu Beruf oder Verkehr fühlen wir uns zu Hause oft übermäßig sicher – und werden deshalb nachlässig. Dabei reichen schon einfache Maßnahmen wie rutschfeste Matten, ausreichende Beleuchtung oder der Einbau von Handläufen, um die Sicherheit deutlich zu erhöhen.

Die Botschaft ist klar: Wer sich zu Hause sicher fühlt, sollte nicht nachlässig werden. Die größte Gefahr lauert oft dort, wo wir sie am wenigsten vermuten – direkt vor unserer Haustür, im vertrauten Wohnzimmer oder auf dem Flur zum Schlafzimmer.

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