Wo sagt man „Olau“? In Koblenz! – Der einzigartige Karnevalsruf der Stadt

Wenn in Koblenz die Karnevalszeit beginnt, hallt ein ganz besonderer Ruf durch die Straßen: „Olau!“ Dieser Narrengruß ist ein echtes Markenzeichen der Stadt und hat eine spannende Geschichte. Früher war die Lage an beiden Seiten des Rheins unterschiedlich: Während auf der einen Rheinseite traditionell „Koblenz Alaaf“ gerufen wurde, hieß es auf der anderen Seite „Koblenz Helau“. Die unterschiedlichen Rufe spiegelten die regionale Vielfalt wider – „Alaaf“ aus dem rheinisch-alemannischen Raum und „Helau“ aus dem hessisch-fränkischen Einflussgebiet.

Doch anstatt sich auf einen der beiden Rufe festzulegen, fanden die Koblenzer Karnevalisten eine kreative Lösung: Sie verschmolzen die beiden Traditionen und erfanden „Olau“ – ein Kompromiss mit Charme. Der Ruf ist heute fest in der lokalen Faschingskultur verankert und wird besonders beim großen Karnevalsumzug und bei Sitzungen begeistert skandiert.

„Olau“ steht nicht nur für gute Laune, sondern auch für Zusammenhalt. Es zeigt, wie die Stadt ihre Unterschiede feiert – statt sie zu betonen. In einer Zeit, in der viele Orte um die „richtige“ Karnevalsform streiten, macht Koblenz vor, wie man mit Humor und Gemeinsinn eine eigene Tradition schafft.

Wer einmal „Olau“ gehört hat, vergisst es kaum. Es ist mehr als ein Ruf – es ist ein Stück Koblenzer Identität, das aus der Mitte des Volkes entstanden ist. Und wer weiß – vielleicht wird „Olau“ eines Tages so bekannt wie „Helau“ oder „Alaaf“?

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