Ein Koloss aus der Tiefsee: Neuseeländer fängt riesigen Kalmar

Im Jahr 2007 sorgte ein Fang aus dem antarktischen Meer für Furore: Neuseeländische Fischer hatten in eisigen Gewässern einen gewaltigen Tintenfisch an die Oberfläche gezogen – einen sogenannten Koloss-Kalmar. Mit einer Länge von rund zehn Metern und einem Gewicht von beeindruckenden 450 Kilogramm glich das Tier fast einer Kuh. Solch ein Fund ist äußerst selten, denn diese Tiefseebewohner leben meist in fast unzugänglichen Tiefen und bleiben deshalb weitgehend unsichtbar für den Menschen.

Die Antarktis – Heimat riesiger Meerestiere

Die kalten, nährstoffreichen Gewässer rund um die Antarktis sind Lebensraum für außergewöhnliche Kreaturen. Der Koloss-Kalmar (Mesonychoteuthis hamiltoni) ist dabei eines der größten bekannten Wirbellosen der Erde. Anders als die im Mittelmeer verbreiteten Calamari, die meist nur wenige Zentimeter groß werden, wachsen diese Riesen in der Tiefsee zu wahren Monstern heran. Ihre seltenen Exemplare werden nur gelegentlich beim Tiefseefischen oder als Beifang entdeckt.

Der spektakuläre Fund 2007 wurde damals sogar vom neuseeländischen Außenminister persönlich bestätigt, nachdem das Tier auf dem Weg nach Neuseeland im Kühlraum eines Fischereifahrzeugs aufbewahrt worden war. Wissenschaftler waren begeistert – nicht nur wegen der Größe des Tieres, sondern auch, weil er seltene Einblicke in die Biologie dieser geheimnisvollen Spezies ermöglichte.

Heute erinnert dieser Fang daran, wie wenig wir noch über die Tiefsee wissen – und wie viele kolossale Geheimnisse dort unten noch lauern könnten.

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