Die Geburtsstätten der AIDA-Flotte: Wo die Kussmundschiffe entstehen

Die Schiffe der AIDA-Flotte sind bekannt für ihren markanten Kussmund und bringen jährlich Tausende von Reisenden zu den schönsten Orten der Welt. Doch bevor die schwimmenden Hotels in See stechen können, durchlaufen sie einen jahrelangen, hochkomplexen Bauprozess. Wer sich fragt, wo diese modernen Kreuzfahrtschiffe das Licht der Welt erblicken, findet die Antwort in der europäischen und asiatischen Schiffsbautradition.

Die AIDA-Flotte wurde im Laufe der Jahre auf drei verschiedenen Werften gefertigt. Ein bedeutender Teil der Flotte hat seine Wurzeln in Deutschland. Die traditionsreiche Meyer Werft in Papenburg ist dabei die wichtigste Geburtsstätte. Hier wurden zahlreiche Schiffe der sogenannten Sphinx-Klasse sowie die moderneren, mit Flüssigerdgas betriebenen Megaliner der Helios-Klasse gebaut. Die Meyer Werft gilt weltweit als führend im Bau von Luxuslinern und prägt das Gesicht von AIDA maßgeblich.

Ein weiterer deutscher Standort ist die Aker MTW Werft in Wismar (heute Teil der MV Werften beziehungsweise TKMS), wo in den Anfangsjahren der Reederei ebenfalls wichtige Pionierarbeit für die Flotte geleistet wurde.

Für einige ihrer ambitioniertesten Projekte blickte die Reederei jedoch weit über die europäischen Grenzen hinaus. Zwei Schiffe der sogenannten Hyperion-Klasse – die AIDAprima und die AIDAperla – wurden in Japan bei Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki in Auftrag gegeben. Diese Werft brachte fernöstliche Präzision und innovative Technologien in den Bau ein, insbesondere im Bereich der Energieeffizienz und der Rumpfgestaltung.

Heute vereint die AIDA-Flotte somit deutsche Handwerkskunst aus dem Emsland und Mecklenburg-Vorpommern mit technologischer Spitzenleistung aus Japan. Jedes Schiff erzählt durch seine Herkunft eine eigene Geschichte von globaler Ingenieurskunst.

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