Warum Siri nur eine „schwache“ KI ist

Wenn du Siri fragst, wie das Wetter heute wird, oder Alexa bittest, einen Timer zu stellen, passiert etwas Beeindruckendes – und doch bleibt es innerhalb der Grenzen der sogenannten schwachen Künstlichen Intelligenz. Diese Form der KI ist darauf ausgelegt, ganz bestimmte Aufgaben zu lösen, ohne jemals wirklich zu „verstehen“, worum es geht.

Anders als eine hypothetische starke KI, die menschenähnliches Bewusstsein und allgemeine Problemlösungsfähigkeiten hätte, arbeitet Siri vollkommen spezialisiert. Sie nutzt Technologien wie Spracherkennung, um deine Worte in Text umzuwandeln, und Natural Language Processing, um den groben Sinn deiner Anfrage zu erfassen. Danach greift sie auf vordefinierte Funktionen oder Webdienste zu, um eine Antwort zu liefern – mehr nicht.

Zu den typischen Anwendungen der schwachen KI gehören auch die Text- und Bilderkennung, automatische Übersetzungen oder Navigationssysteme, die den schnellsten Weg berechnen. All diese Systeme sind hochoptimiert, aber eben begrenzt: Siri kann keine philosophischen Debatten führen, keine eigenen Ziele entwickeln und merkt sich auch nichts von einem Gespräch zum nächsten – weil sie dafür schlicht nicht konzipiert ist.

Entwickelt von Apple als sprachgesteuerter Assistent, gehört Siri wie Alexa oder Google Assistant klar in die Kategorie der schwachen KI. Sie ist nützlich, oft sogar clever – aber eben nicht „intelligent“ im menschlichen Sinne. Ihr Wissen ist programmiert, ihre Reaktionen sind vorhersehbar, und ihre Grenzen sind klar sichtbar, sobald man sie über ihre Funktionen hinaus herausfordert.

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